Die Nacht verlief mehr oder weniger gut. Das Einschlafen ging recht schnell. Aber dann wachte ich immer wieder mitten in der Nacht auf.um 3 Uhr hat dann eine Zimmergenossin angefangen, sehr laut zu schnarchen. Das ging dann so weiter bis sie aufstand. Und sie schlief am längsten!
Nach einem, doch sehr spärlichem Frühstück – eine Handvoll Müsli, ein kleines Päckchen Milch, ein kleines Orangen Trinkpäckchen, einen trockenen Müsliriegel und einem eingepacktem Muffin – ging es dann ins AIFS Büro zum Orientierungstag. Dort wurde uns dann noch einmal alles wichtige zum Thema Job und Arbeitssuche, sowie mögliche Reiseziele und Routen erklärt. Zum Schluss hat uns noch jemand etwas über die Gefahren am Meer erzählt und uns sein Surf Camp sehr schmackhaft gemacht. Am Ende konnte er sogar fast 10 Leute für sein Surf Camp, welches schon am darauffolgenden Montag anfängt, so weit überzeugen, dass sie es ganz spontan noch gebucht hatten. Ich muss gestehen, dass auch ich von dem Surf Camp sehr angetan war.
Direkt im Anschluss hatte ich meinen Termin bei der Bank. Dort stellte sich heraus, dass meine Bankkarte noch nicht angekommen ist. So hat mir der Bankangestellte nur irgendwelche Nummern aufgeschrieben und meine Bankkarte wird dann – hoffentlich – in das Postfach von meinem Farmer, wo ich ab morgen meine Zeit verbringen werde, geschickt. Ich bin mal gespannt, ob das dann alles auch so klappt und nicht noch mehr Komplikationen kommen.
Wenig später stand ich wieder im AIFS Büro und ließ mir eine Email-Adresse von einer Farm, die für Dezember noch WWOOFers (freiwillige Arbeiter) sucht, geben. Da sich Lukas ebenfalls dafür interessierte, beschlossen wir, gemeinsam da anzufragen. Noch nicht einmal eine Stunde nachdem wir die Email geschrieben hatten, bekamen wir schon eine Antwort: Wir dürfen gerne kommen wann wir wollen.
Später am Abend bin ich noch mit einer Gruppe zur Harbour Bridge und zum Sydney Opera House gegangen. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht ganz so schön und bewölkt. Trotzdem sah es schon beeindruckend aus, auch wenn ich mir Sydney im allgemeinen etwas schöner vorgestellt habe. Aber ich habe ja auch noch lange nicht alles gesehen.




Am Abend habe ich mit drei weiteren Work and Traveller entschieden, in der hosteleigenen Küche ganz einfach Nudeln mit Tomatensoße zu machen. Nichts schwieriges -eigentlich.
Erst einmal mussten wir uns einen Platz suchen – viele hatten dieselbe Idee, etwas zu kochen – wer hätte das gedacht?
Das war aber nicht das Problem. Während ich noch wegen dem nächsten Tag etwas wegen der Ankunftszeit auf der Ranch abklärte, fingen die anderen schon mal an. Doch als ich wiederkam lief nicht alles so nach Plan wie es hätte laufen sollen. Die Tomatensoße stellte sich als eine Tomatensoße mit schon vorhandenen Nudeln drinnen heraus. Doch statt das einfach ganz normal zu erwärmen, gossen die anderen noch etwas Wasser dazu, „Damit es nicht so fest bleibt“ ! Jungs halt! Die Nudeln wurden aber trotzdem noch zusätzlich gekocht. So hatten wir zum Abendessen Nudeln mit einer sehr sehr wässrigen Tomatensoße und sehr durchweichten Nudeln. Beim nächsten Mal sind wir schlauer!
Morgen geht es dann endlich auf die Ranch. Ich bin schon sehr gespannt wie es da sein wird und wie so ein Ranchleben aussieht.

