17.12.2017 – 27.12.2017
Schon nach den ersten paar Tagen auf dem Campingplatz in Quirindi hat es uns genervt, dass wir kein Auto zur Verfügung haben. Zum einem könnte man mit diesem dann immer zum Maisfeld fahren und zum anderen hätten wir unsere ganzen Sachen – vor allem die Lebensmittel im Auto verstauen können und sie nicht dauernd im stickigem und warmen Zelt lagern müssen. So hat Lukas mal spaßeshalber und mit keiner großen Erwartung auf Gumtree nach Autos, die zum Verkauf stehen und in unserer Nähe sind gesucht. Wie der Zufall es will hat er auch sogleich ein super Angebot für einen Wagen gefunden. Wir alle drei hätten Interesse daran und beschlossen, den Verkäufer anzuschreiben. Ursprünglich hatten wir geplant, uns Anfang Januar ein Auto zu kaufen, wenn wir hier in Quirindi mit den Maisfeldern fertig sind und es weiter nach Dubbo geht. So wollten wir erst mal nur wissen, ob das Auto noch zum Verkauf steht und, wenn er Anfang Januar noch zu haben ist, wir Interesse daran hätten. Wie gut, dass wir uns einen Tag später doch noch umentschieden haben und beschlossen haben, jetzt schon ein Auto zu kaufen. Also schrieben wir dem Verkäufer – welcher übrigens sehr nett ist – und berichteten ihm, dass wir uns, wenn möglich, so bald wie es geht den Wagen anschauen wollen. Einen Tag später erhielten wir allerdings morgens in der Früh die Nachricht, dass sich ein weiterer Interessent gemeldet hat und dieser den Wagen heute anschauen will. Traurig und ärgerlich hofften wir auf ein Wunder und siehe da: gegen Mittag erhielten wir eine Nachricht vom Verkäufer, in dem er uns mitteilte, dass der andere Interessent das Auto doch nicht mehr kaufen wollte und er morgen oder übermorgen Zeit hätte, sodass wir uns den Wagen ansehen konnten. Noch am selben Tag organisierten wir uns einen Mietwagen für drei Tage und am darauffolgendem Tag fuhren wir ca. 2 Stunden auf gut Glück bis zu dem Verkäufer. Das Auto – ein Mitsubishi Pajero aus dem Jahre 1995 – war in einem sehr gutem Zustand und es war nichts daran auszusetzen und so kauften wir den Wagen noch am selben Tag und fuhren damit zum Campingplatz zurück. Wir waren und sind immer noch so glücklich über unser Auto Sam. Bis jetzt hatten wir noch keine Probleme und alles lief reibungslos.


Der letzte Arbeitstag in Quirindi auf den Maisfeldern
Nach den drei freien Tagen an Weihnachten hatten wir drei alle keine Lust mehr, die arbeit zu machen. Eigentlich hatten wir vorgehabt, bis Ende Dezember, also bis zum 30.12. zu arbeiten. Doch als wir am 27.12. wiedergrüßt morgens im Bus saßen und zum Feld gefahren sind, beschlossen wir ganz spontan, dass heute unser letzter Arbeitstag war.
An diesem Tag war es nass, kalt und wir hatten mal wieder am Anfang die ganz hohen Rows – kurz gesagt, alles war doof.
Wenigstens mussten wir die Reihen nur überprüfen und konnten so zügig durch die Reihen laufen. Da es so früh morgens noch sehr kalt war und man sehr nass wurde, bin ich so schnell durchgelaufen, wie es nur ging. Dabei habe ich mir dann direkt auch durch die Blätter in mein linkes Ohr geschnitten und es hat geblutet. Ich war aber so beschäftigt, durch meine Rows zu laufen, dass ich das gar nicht wahrgenommen habe.
An diesem Tag war ich sehr schnell unterwegs. Während ich schon bei meiner zweiten Row war und am anderen Ende raus kam, saßen Marcel und Lukas dort am Feldrand und machten von ihrer ersten Row Pause.
Bei den anschließenden Rows haben wir drei dann immer am anderen Ende auf die anderen gewartet.
An diesem Tag waren wir recht zügig und die Zeit verging zum Glück auch schnell.
Zum Ende hin haben wir uns noch von Adam, unserem Vorgesetzten, verabschiedet.
Adam hat uns dann sogar noch am Abend auf dem Campingplatz besucht und wir haben uns noch etwas unterhalten.
Einerseits war ich froh, nicht mehr zu arbeiten und endlich zu reisen, aber auf der anderen Seite, wenn ich so zurückblicke, war das eigentlich ein recht guter Job, auch wenn er anstrengend war.

