23.1.2018 – 3.2.2018
Für die nächste Woche haben Marcel und ich bei HelpX eine Familie in der Nähe von Brisbane am Cedar Creek gefunden. Bei HelpX hilft man irgendwelchen Privatpersonen und bekommt im Gegenzug für die Hilfe eine Unterkunft und Essen gestellt – ähnlich wie beim WWOOFen.Lukas hat sich in Brisbane ein Hostel gesucht und wird von jetzt an alleine weiter reisen. Marcel und ich haben das Auto bekommen.
Die Familie ist vor ca. 9 Monaten hergezogen und besteht aus Louis, dem Vater und seiner Frau Emma, ihren zwei Kindern, der drei- jährige Frank und die 6 Monate alte Frida. In einem kleinem Nebenhaus auf ihrem Grundstück lebt außerdem noch Emmas jüngere Schwester Rachel. Die Familie ist sehr nett und gastfreundschaftlich. Frank ist sehr süß und will immer mithelfen. Jedes Mal kommt er an und fragt: „What are you doing?“ Nachdem man dann erklärt hat, was man gerade macht kommt immer seine Frage „Why?“ Dann erklärt man es es ihm und dann kommt immer: „What?“. Nachdem man es mehrmals versucht hat, es ihm zu erklären und er es immer noch nicht so ganz verstanden hat lächelt man sich einfach gegenseitig an und dabei bleibt es dann.
Marcel und ich wohnten in einem kleinen Shipping Container etwas abgelegener vom Haupthaus und direkt in der Nähe vom Creek.
Wir mussten fünf Tage die Woche jeweils fünf Stunden arbeiten. Den Rest hätten wir frei. Louis war dabei sehr offen. Wir durften uns selber die Arbeitszeiten aussuchen.
Die Arbeit bestand hauptsächlich darin, lauter Unkraut – nicht so kleines Unkraut wie wir es aus Deutschland kennen, sondern richtig große Pflanzen – auszureißen und mit Baumstämmen und Holzteilen auf einem Feuerstapel werfen, oder Bäume einpflanzen oder im Haushalt helfen. In unserer Freizeit konnten wir dann immer im Creek schwimmen gehen. Das war immer das Beste nach einem anstrengendem und heißem Arbeitstag.

Während unserer Zeit dort haben wir nach einem bezahltem Job gesucht, da uns so langsam das Geld fürs Reisen ausging. Tatsächlich haben wir dann auch einen Job weiter im Norden gefunden, in der Stadt Ayr. Dort müssten wir allerdings in einem Working Hostel, das heißt, man wohnt in diesem Hostel und die vermitteln einem Arbeit, wohnen. Das Gute war, dass wir stündlich bezahlt wurden mit einem Stundenlohn von 22,86 $. Allerdings mussten wir schon kommenden Samstag dort einchecken und so mussten wir Louis und die Familie ca. eine Woche früher verlassen als geplant.
Am Samstag ging es dann um 5 Uhr morgens los. Eine 14-Stunden-Fahrt stand uns bevor. Gegen halb neun Abends sind wir dann im Hostel angekommen und konnten endlich schlafen. Das war eine sehr lange und anstrengende Anreise, aber wir haben es geschafft. In den nächsten Tagen werden wir dann irgendeinem Farmer zugeteilt werden.

