Skydive und Fraser Island

15.1.2018 – 22.1.2018

Am 17.1. sind wir weiter nördlich zum Rainbow Beach gefahren. Dort wollten wir uns dann erst einmal an einem Information Center nach der Permition, die man für das Campen auf Fraser Island benötigt, erkundigen, da wir vorhatten, Fraser Island – eine Sandinsel – mit unserem eigenem Wagen zu befahren und dort für zwei, drei Tage zu bleiben. Letztendlich waren wir dann doch unsicher und haben uns für eine zwei-Tages Tour entschieden, gerade da viele mit ihrem Auto stecken bleiben oder ihr Auto kaputt fahren.

Bevor es aber auf Fraser Island ging, hatten wir noch ein paar Tage, die wir am Tin Can Bay verbracht haben. Keine 10 Minuten Fußweg von unserem Campingplatz konnte man morgens um halb acht Delfine füttern. Da es dort am Wasser keine richtigen Bademöglichkeiten gab, sind wir in den naheliegenden Pool gegangen oder haben uns einfach ein schattiges Plätzchen gesucht, um der Hitze zu entkommen.

Am 18.1. für 15:30 Uhr hatten wir unseren Skydive gebucht. Da immer nur zwei gleichzeitig springen konnten, musste Lukas eine Stunde nach Marcel und mir springen.

Bevor es losging war ich sehr nervös und angespannt. Aber komischerweise fiel alle Nervosität von mir ab, sobald ich die ganze Ausrüstung anhatte und wir auf dem Weg zum Flugzeug waren. Die Fallschirmspringer, die mit uns gesprungen sind – wir wurden vor deren Körper festgeschnallt – waren richtig nett und haben uns jegliche Angst genommen. Bevor wir in das sehr kleine Flugzeug gestiegen sind, haben sie uns noch ein paar wichtige Dinge erklärt, wie das ganze ablaufen wird und was wir zu beachten haben. Dann ging es 15000 Feet hoch hinaus.

Die Sicht war dort schon atemberaubend. Wir sind direkt über dem Meer abgesprungen an Fraser Island und wieder am Rainbow Beach gelandet.

Als wir dann unsere Höhe erreicht hatten wurde die Flugzeugtür geöffnet und Marcel und der Profi rutschten an den Rand bis sie schließlich nur an der Kante des Flugzeuges saßen. In diesem Moment kam die Aufregung bei mir wieder ein wenig zurück. Dann, ganz plötzlich ließen sie sich nach vorne fallen und waren plötzlich weg. Direkt danach war ich am der Reihe. Das schlimmste war, dort am Rand des Flugzeuges in 15000 Feet Höhe zu sitzen, den starken Wind zu spüren und darauf zu warten, dass man sich fallen lässt.

Im ersten Moment, als ich und der Profi uns fallengelassen haben, konnte ich gar nichts machen. Wie in einer Schockstarre. Dann habe ich geschrien, was allerdings auch nicht so lange andauerte, da die ganzen Kräfte auf einen wirken und ich nur noch schwer Luft bekam. Die Luft in dieser Höhe und in solch einer Geschwindigkeit ist echt nicht gut. Der Free Fall an sich hat nur eine Minute gedauert. Trotzdem kam es mir wie eine Ewigkeit vor, in der ich nicht wirklich was machen konnte. Aber sobald der Fallschirm geöffnet wurde und wir senkrecht zum Boden waren, war alles wieder gut und ich konnte die wunderschöne Aussicht genießen. Die Aussicht war atemberaubend und unglaublich schön. Weiter unten konnte ich immer wieder Marcels Fallschirm sichten.

Nach ca. acht Minuten bereiteten wir uns auf die Landung am Strand vor. Die Landung klappte einwandfrei und ich hatte wieder festen Boden unter meinen Füßen. Die Profis hatten beide jeweils eine Kamera an ihrem Arm, sodass wir später ein Video und viele Fotos mit nach Hause nehmen konnten.

So ein Fallschirmsprung ist echt empfehlenswert. Es macht richtig Spaß und ich würde es jeder Zeit wieder machen.

Ein paar Tage später ging es für Marcel, Lukas und mich mit dem Tourbus auf Fraser Island. Dafür mussten wir wieder zum Rainbow Beach fahren, dort unser Auto irgendwo parken und zu dem Treffpunkt von unserer Tour gehen.

Um 7:45 Uhr ging es mit der Fähre los auf die Sandinsel mit unserem Reisebus.

Wir waren überrascht, wie einfach es ging auf dem Sand zu fahren, da uns jeder davor gesagt hat, lieber eine Tour zu buchen statt mit dem eigenem Auto zu fahren, da man dort, vor allem wenn man die Strömungen nicht mit einkalkuliert, oft steckenbleibt oder sich festfährt. Wenn man allerdings weiß, wann die Flut kommt und sich dann zu der Zeit im Inneren der Insel befindet und nicht wie ein verrückter fährt, geht das eigentlich. Das einzige, was man noch beachten sollte waren die vielen große und kleinere Creeks, die manchmal tiefer sind, als sie aussehen. Während wir am Strand entlanggefahren sind, fuhren wir direkt am Wasser entlang. Dort konnte man recht schnell fahren. Sobald es aber weiter rein ging, wurden die Wege sehr schmal und sehr sehr holprig. Dort wurde man im Bus immer gut durchgeschüttelt und ist auf und ab gehüpft.

Unser aller erster Stopp war an unserem Resort, in dem wir die Nacht verbringen werden. Dort gab es für uns „MorningTea“. Anschließend sind wir zum Lake McKenzie gefahren, an dem wir eine Stunde verbringen konnten. Wir hatten dort weißen Strand und klares blaues Wasser. Eine wunderschöne Atmosphäre.

Leider konnten wir nur eine Stunde dort verbringen, da es für uns dann wieder zum nächsten Programmpunkt ging. Als nächstes machten wir eine vierzig-minütige Wanderung durch die Bäume entlang an einem kleinen, sehr klarem Creek.

Anschließend hatten wir Lunch und danach ging es direkt weiter zu den Champagner Pools, das waren natürliche Pools direkt am Meer.

Danach haben wir einem Aussichtspunkt besucht, von dem aus man eine tolle Aussicht auf den Strand und das Meer hatte. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen kurzen Stopp am Coloured Sand Cliff gemacht.

Abends gab es Dinner im Resort und wir haben unsere Zimmer bezogen. Wir hatten ein Dreierzimmer mit eigenem Bad, Fernsehen und Küche. Das Resort hatte auch einen kleinen Swimmingpool und wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, abends im dunkeln dort eine Runde schwimmen zu gehen.

Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück wieder aufgebrochen. Als aller erstes haben wir einen weiteren See besichtigt. Um dort hin zu kommen musste man allerdings erst einmal ca. 30 – 40 Minuten auf laufen. Der See war umgeben von lauter Sanddünen. Ein wenig hat es an eine Wüste erinnert. Zum See ging es einen großen Sandhügel steil hinunter.

Im Wasser waren lauter kleine Fische, die an deinen Füßen geknabbert haben. Nachdem wir dort Baden waren, sind wir weiter zum Maheno Wreck gefahren, einem alten Schiffswrack.

Unser letzter Punkt unserer Reise war der Eli Creek, der größte Creek des Oststrandes mit sehr klarem, frischem und kühlem Wasser. Man kann sich direkt mit der Strömung ins Meer tragen lassen. Die perfekte Abkühlung an einem heißem Tag.

Gegen Mittag war unsere Tour leider schon zu Ende und wir machten uns wieder auf dem Weg zur Fähre, um zum Rainbow Beach zu gelangen. Alles lief ohne jegliche Probleme, bis wir von der Insel runter waren und wieder vom Rainbow Beach wegfahren wollten. Dort war der Sand so tief und locker, dass sich unser Bus mit dem Hinterreifen festgefahren hat und wir alle 27 aussteigen und helfen mussten, den Bus von hinten anzuschieben. Das hat auch sehr gut geklappt und ein paar Minuten später waren wir wieder auf fester Straße. Unser Auto stand zum Glück noch auf dem Parkplatz und wir konnten zu unserem Campingplatz fahren.

Im Großem und Ganzem war diese Tour eine gute Entscheidung. Wir mussten nicht selber fahren, haben Verpflegung und eine schöne Unterkunft bekommen. Zudem hätten wir vermutlich alleine nicht alles gesehen und gemacht, was uns dort angeboten wurde, wie zum Beispiel die Wanderung oder den Aussichtspunkt. Zudem hat man noch andere Leute näher kennengelernt. Was allerdings doof war, war, dass man immer nur eine begrenzte Zeit an einem Ort verbringen konnte und sich an den Plan halten musste. So war es immer ein klein wenig stressig, zu schauen, dass man wieder rechtzeitig am Bus war. Im Nachhinein wäre es natürlich viel schöner, wenn man mit dem eigenen Auto die Insel besichtigt – da wäre der Nervenkitzel viel höher. Aber so war es auch gut. Wenn man noch Zeit am Ende hat, könnte man sich überlegen, mit dem eigenen Auto dort drauf zu fahren. So wissen wir jetzt, wie es dort aussieht und was auf einem zukommen wird.

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